Zur Begründung führte das OLG Karlsruhe weiter aus, dass das Verbot aus dem Glücksspielstaatsvertrag Zielen des Gemeinwohls wie dem Jugend- und Spielerschutz diene und es somit auch nicht gegen europäisches Recht verstoße. Auch Online-Casinospiele verbotenWie das OLG Karlsruhe bet freiwette tipico haben auch schon andere Landgerichte und Oberlandesgerichte entschieden, dass Spieler ihre Verluste aus Online-Sportwetten zurückfordern können, wenn der Veranstalter nicht über die notwendige Lizenz verfügte.
In dem Fall vor dem OLG Karlsruhe hatte der Spieler zwischen November 2019 und dem 8. Oktober 2020 über eine deutschsprachige Webseite von Tipico an Online-Sportwetten teilgenommen und dabei insgesamt mehr als 134.000 Euro verloren. Er forderte seinen Verlust zurück, weil Tipico mit seinem Angebot gegen das Verbot von Online-Sportwetten aus dem Glücksspielstaatsvertrag verstoßen hat. Die Klage hatte in erster Instanz und auch im Berufungsverfahren am OLG Karlsruhe Erfolg. Das OLG führte aus, dass Online-Glücksspiele und somit auch Online-Sportwetten in Deutschland bis zum 1. „Das gilt nicht nur für Sportwetten im Internet, sondern auch für Online-Casinospiele“, sagt Rechtsanwalt Cäsar-Preller. Auch diese waren bis zum 30. Juni 2021 grundsätzlich in Deutschland verboten.
| Bereich | Gefahr durch illegale Märkte | Kontrollmechanismen bei legalen Märkten |
|---|---|---|
| Transparenz der Wettströme | Keine Meldepflicht für verdächtige Wetten, Intransparenz | Meldepflicht an Sportwetten-Monitoringstellen (z.B. GGL) |
| Manipulation von Spielern/Schiedsrichtern | Höheres Risiko, da Anbieter nicht kooperieren müssen | Zusammenarbeit mit Sportverbänden und Strafverfolgung |
| Wettarten auf niedrige Ligen | Häufiges Angebot von Wetten auf Amateurspiele | Beschränkung auf höhere Ligen bei lizenzierten Anbietern |
| Finanzierung von Wettbetrug | Illegale Gewinne können zur Bestechung genutzt werden | Geldwäschekontrollen und Transaktionsüberwachung bei legalen Anbietern |
Seit dem 1. Juli 2021 können die Anbieter zwar eine Lizenz beantragen, doch die liegt weiterhin oft nicht vor.
Die Anbieter sind nach der DSGVO verpflichtet, Ihnen diese Informationen innerhalb von 30 Tagen zuzusenden. Wir lassen diese anschließend diskret digital auswerten. Das spart eine Menge Zeit und liefert genaue Daten über die wir das Maximum für Sie herausholen können. Mit den detaillierten Daten ziehen wir mit Ihnen vor Gericht und vertreten Sie gerichtlich und außergerichtlich. Wir sind Experten auf dem Gebiet und gehören zu den ersten Kanzleien in Deutschland, die sich überhaupt mit dem Thema "illegal angebotene Online-Sportwetten" befasst haben.
Wir haben bereits zahlreiche Urteile erstritten und den ersten Hinweisbeschluss des BGH zu Thema bewirkt. Immer persönlich erreichbar und für Sie da Wir sind immer für Sie da, halten Sie auf dem Laufenden und nehmen uns Zeit für Sie. Sie haben auch Geld bei Online-Sportwetten verloren? Thema Online-Sportwetten illegal in Deutschland: Der Bundesgerichtshof (BGH) entscheidet am 25. Juli 2024 darüber, ob Anbieter von Sportwetten ohne gültige Lizenz die verlorenen Wetteinsätze von Spielern erstatten müssen (Az. Rechtsanwalt Cäsar-Preller: „Ohne Lizenz sind Online-Casinospiele illegal und die Spieler können ihre Verluste zurückfordern.“ In vielen Fällen mit Online – Sportwetten kann aktuell davon ausgegangen werden, dass die Kunden ihr Geld zurückfordern können. Dies, da die eingegangene Wette nichtig ist, da diese entweder illegal ist oder der Wettanbieter ohne Lizenz agiert oder wichtige Regeln missachtet. Es gibt schon zahlreiche Urteile der Landes- und Oberlandesgerichte, die den Klägern den Rückzahlungsanspruch in Höhe ihres verlorenen Wetteinsatzes zusprechen. Der BGH hat nun einen Beschluss gefasst (Beschluss vom 22.03.2024 – I ZR 88/23 ), in dem eine verbraucherfreundliche Rechtsauffassung vertreten wird. Verluste aus Zeiträumen vor dem 01.07.2021 können daher in der Regel von den Casinos zurückgefordert werden.
Bereits am 27.06.2024 hatten die Karlsruher Richter in einer mündlichen Verhandlung eine verbraucherfreundliche Entscheidung durchscheinen lassen. Sollte der BGH bei dieser Linie bleiben, dürfte es für Sportwetten-Anbieter wie Tipico, Betano und Co. Im vorliegenden Fall hatte ein Spieler von 2013 bis 2018 an Sportwetten des Anbieters Tipico teilgenommen und dabei knapp 3700 Euro verloren. Diesen Betrag fordert er von Tipico zurück, da die Online-Sportwetten illegal und die Wettverträge unwirksam seien, weil der Anbieter keine für Deutschland gültige Lizenz hatte. Tipico hatte diese zwar schon Jahre zuvor bei den zuständigen deutschen Behörden beantragt, sie aber erst 2020 erhalten.
Dennoch hatte das Unternehmen bereits vor Erhalten der Erlaubnis Glücksspiele in Deutschland angeboten, da ebendiese rechtliche Grauzone bestand. »Im Kern geht es nun um die Frage, ob sich Wettangebote vor 2020 an jenen Regeln orientierten, die später mit Einführung der offiziellen Lizenzen festgeschrieben wurden«, sagt Rechtsanwalt Max Baumeister von der Verbraucherkanzlei BRR Baumeister Rosing. »Dies ist aus unserer Sicht nicht der Fall. Denn unter anderem gab es unerlaubte Funktionen wie das sogenannte „Cash-out“. Ferner hatten die Anbieter den Höchsteinsatz pro Spieler nicht auf 1.000 Euro im Monat begrenzt.« »Diese Regelungen finden sich im hierzulande gültigen Glücksspielstaatsvertrag (GlüStV), der das Anbieten von Online-Glücksspiel, -Poker und -Sportwetten regelt. Seit dem 01.07.2021 sind Online-Glücksspiele und Sportwetten legalisiert worden, allerdings kann auch hier teilweise eine Nichtigkeit vorliegen.
Nach deutschem Recht besteht ein Anspruch des Geschädigten gegenüber dem Wettanbieter gemäß § 812 Abs. 1 S. 1 BGB und § 823 Abs. 2 BGB. Der BGH sieht die Verträge zwischen Kunden und illegalem Wettanbieter grundsätzlich als nichtig an – was zu einem Rückzahlungsanspruch führt.
Das OLG entschied, dass der Sportwettenanbieter Tipico einem Spieler seinen Verlust in Höhe von rund 134.000 Euro vollständig erstatten muss. Zur Begründung führte das Gericht aus, dass Tipico im streitgegenständlichen Zeitraum nicht über die erforderliche Lizenz verfügte, um Online-Sportwetten im Deutschland anbieten zu dürfen. Werbung für Online-Sportwetten war in Deutschland im Grunde allgegenwärtig. Dennoch waren bet tipico auszahlung dauer paypal sie bis zum 1. Juli 2021 in der Regel verboten.
„Bis dahin galt in Deutschland ein grundsätzliches Verbot für Online-Glücksspiele. Dieses Verbot umfasste auch Sportwetten im Internet“, erklärt Rechtsanwalt Joachim Cäsar-Preller aus Wiesbaden. Allerdings konnten die Bundesländer den Anbietern der Online-Sportwetten eine Genehmigung erteilen. „Ohne eine solche Erlaubnis waren Online-Sportwetten illegal. Spieler können dann ihre Verluste von den Anbietern zurückfordern“, so Rechtsanwalt Cäsar-Preller. Die Anwendbarkeit von § 823 Abs. 2 BGB führt zu einer 10-jährigen Verjährung ab dem Zeipunkt der Kenntniserlangung der Nichtigkeit. Anbieter von Sportwetten müssen zwingend über eine Lizenz für Sportwetten in Deutschland verfügen. Dies ist in § 4 GlüStV bestimmt und gerregelt.
Anbieter von Sportwetten müssen sofort nach der Registrierung eines Kunden seine Identität überprüfen. Ausschluss minderjähriger oder gesperrter Spieler wird durch Identifizierung und Authentifizierung sowie, wenn eine Verpflichtung nach § 8 besteht, durch Abgleich mit der Sperrdatei gewährleistet. Außerdem darf der Sportwetten-Anbieter keine Spieler annehmen, für die bereits eine Sperre im Zentralregister OASIS (Spielersperrsystem zum Schutz von Spielsüchtigen) eingetragen ist. So hat unter anderem auch das LG Hamburg eine Betreiberin von Wettbüros zur Rückzahlung von Spieleinsätzen wegen rechtswidriger Missachtung der OASIS-Sperre verurteilt. das Landgericht Lüneburg hat nach Pressemitteilungen die Hillside (Sports) ENC als Betreiberin der Internet-Plattform „bet365“ für Online-Sportwetten verurteilt, da sie die erforderliche Lizenz nicht besaß.
Ebenso das Landgericht Essen mit Urteil vom 22. Dezember 2022, Az. gegen die Firma Tipico sind unter anderem das Urteil vom 16.10.2023 des Landgericht Marburg und Urteil des Landgericht Bielefeld vom 02.10.2023 ergangen gegen den Anbieter bet3000 hat das Landgericht Arnsberg mit Urteil vom 22.09.2023 den Anbieter zur Zahlng verurteilt das Landgericht Göttingen hat am 15.02.2024 zum Az 5 O 207/22 ein kundenfreundliches Urteil gegen den Online-Glücksspiel- und Sportwettenanbieter Betway Limited gefällt. Hinweis: Die genannten Urteile sind teilweise noch nicht bestandskräftig. In dem BGH Beschluss vom 22.03.2024 geht es um einen Fall, in dem der Kläger die Unzulässigkeit der Sportwetten sowie die Unwirksamkeit der Wettverträge geltend macht .
Juli 2021 verboten waren. Auch wenn für Sportwetten im Internet Genehmigungen erteilt werden konnten, habe die Beklagte im streitgegenständlichen Zeitraum nicht über eine solche Erlaubnis verfügt. Eine Konzession habe sie erst am 9. Oktober 2020 erhalten. Da die Beklagte gegen das Glücksspielverbot aus dem Glücksspielstaatsvertrag verstoßen habe, seien die Verträge mit dem Kläger nichtig, so dass die Beklagte keinen rechtlichen Anspruch auf die Wetteinsätze habe und dem Kläger seinen Verlust vollständig zurückzahlen muss, entschied das OLG. Der Kläger trägt vor, dass das Sportwettenangebot der Beklagten nicht erlaubt sei und zudem auch nicht erlaubnisfähig gewesen sei, da es nicht den Anforderungen von § 4 Abs. 5 Nr.
2 GlüStV 2012 (monatlicher Höchsteinsatz je Spieler) und § 4 Abs. 5 Nr.
Die Glücksspiel- und Wettanbieter im Internet haben ihr Angebot für Spieler in Deutschland trotz bestehendem Verbot verfügbar gemacht. Seit mehreren Jahren gehen Verbraucherschützer gegen diese Machenschaften vor, so auch unsere Kanzlei.« Der BGH hatte sich bereits im März 2024 in einen Hinweisbeschluss in einem anderen Sportwetten-Verfahren deutlich pro Verbraucher positioniert (wir berichteten). Sollten die Karlsruher Richter an dieser Richtung festhalten, drohen zahlreichen Anbietern von Online-Sportwetten drohen satte Rückzahlungen von Beträgen in Millionenhöhe. Bereits jetzt gibt es Tausende Klagen von betroffenen Verbrauchern. Haben auch Sie viel Geld bei Online –Casinospielen oder -Sportwetten verloren?
Melden Sie sich einfach kostenfrei mit unserem Webformular auf an. Dann werden wir Sie umgehend kontaktieren – schnell, einfach und diskret. Spieler habe gute Chancen, ihre Verluste aus Online-Sportwetten zurückzuholen. Das zeigt auch ein Urteil des OLG Karlsruhe vom 19. Dezember 2023. 5 GlüStV 2012 (Trennung zwischen Sportwetten und anderen Glücksspielen) genügt habe. Der Bunndesgerichtshof (BGH) geht grundsätzlich davon aus, dass ein Anspruch auf Rückzahlung auch vor dem Hintergrund des EU-Rechts besteht.
| Modell | Beschreibung | Vorteil für Anbieter | Nachteil / Risiko |
|---|---|---|---|
| Offshore-Lizenz | Nutzung einer Scheinlizenz aus Curaçao, Malta, Gibraltar | Geringe Kosten, minimale Regulierung, Steuervorteile | Keine Rechtssicherheit in DE, Gefahr von Sperrungen |
| White-Label-Anbieter | Nutzung der Software eines großen Anbieters unter eigenem Brand | Schneller Markteintritt, keine eigene Technik nötig | Abhängigkeit vom Plattformbetreiber, gleiche rechtl. Schwächen |
| Krypto-Wettplattformen | Ausschließliche Abwicklung mit Kryptowährungen | Anonymität, schwer verfolgbare Zahlungsströme | Volatilität der Währung, hohes Betrugsrisiko für Spieler |
| Telegram-/Social-Media-Buchmacher | Individuelle Wettabwicklung über Messenger oder private Gruppen | Völlige Intransparenz, keine Spuren | Höchstes Risiko für Spieler, keine Gewinnchance |