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USA und Deutschland: Umsatz bei Sportwetten stark gewachsen

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Die Frage nach dem Warum liegt auf der Hand. Während der letzten 2 Jahre gab es zahlreiche Ausfälle an sportlichen Events. Sogar die Fußball-EM fand nicht statt, womit auch nicht auf die Ausgänge der Spiele getippt werden konnte.

Mit 17 im Wettbüro

Wie viele Menschen wann wetten, ist nicht immer klar ersichtlich. Für die EM dürften es aber wieder mehr sein, meint Blienert: „Ein Ereignis wie die Fußball-Europameisterschaft kann die Eingangstür sein.“ Die erste Wette während des Turniers? „Ich gehe davon aus, dass viele Menschen Sportwetten bei der EM das erste Mal spielen werden.“ Dorothea Aschke von der Landesstelle für Suchtfragen in Baden-Württemberg meint: „Wenn das Fußballfieber steigt, steigt auch das Wettfieber.“ Blienert sieht insgesamt ein „erhebliches Problem mit dem Glücksspiel“. Aktuell gebe es in Deutschland etwa 1,3 Millionen glücksspielkranke Menschen. Im Vergleich der Suchtarten in Deutschland bedeutet das Platz vier.

Umsätze auf dem deutschen Glücksspielmarkt

Vor Cannabis (300.000) und hinter Alkoholabhängigkeit (1,6 Millionen). Im Jahr 2022 haben die Spieler in Deutschland mehr als 1,4 Milliarden Euro verloren. „Das ist fast doppelt so viel wie vor zehn Jahren.“ Dabei sind Sportwetten riskant: „Vielen Spielern ist nicht bewusst, dass sie pure Zockerei betreiben“, sagt Blienert. „Eine Abhängigkeit geht schnell einher mit existentiellem Ruin, privatem Unglück, Krankheit, Jobverlust bis hin zum Suizid.“ Insgesamt sind Sportwetten in Deutschland in den vergangenen Jahren präsenter geworden. Das liegt auch an der Normalisierung in Medien sowie im Profisport. Doch der Sportwettenmarkt konnte sich schnell wieder von dem bet sportwetten deutschland legal Einbruch erholen. Auch wenn die Situation noch anhält, finden viele Sportereignisse wieder statt und die Freude auf diese zu Wetten ist so groß wie nie zuvor, was sich an dem neuen Umsatzrekord bemerkbar macht.

  • Regionale Umsatzunterschiede zwischen den Bundesländern, abhängig von Bevölkerungsdichte
  • Nordrhein-Westfalen und Bayern sind die umsatzstärksten Bundesländer
  • Umsatz aus mobilen Wetten (via App) hat den Desktop-Umsatz deutlich überholt
  • Demografische Faktoren: Hauptumsatz wird von der Altersgruppe 25-45 Jahren getätigt

Die Buchmacher gehen keinesfalls von einem Einbruch der Umsätze aus. Ganz im Gegenteil rechnen sie mit einem weiteren Anstieg der Wetteinnahmen.

  • Umsatzprognosen gehen von einem weiter wachsenden Marktvolumen bis 2030 aus
  • Wachstumsfaktoren sind weitere Marktregulierung, Digitalisierung und Produktinnovation
  • Potenzielle Liberalisierung für Werbung könnte das Umsatzwachstum zusätzlich beschleunigen
  • Internationale Vergleich: Deutschlands Umsatz liegt hinter Großbritannien, aber vor vielen EU-Nachbarn

Es wird davon ausgegangen, dass die anstehende WM in Katar gegen Ende des Jahres 2022 noch einmal bahnbrechende Rekorde verursachen wird. Landessportbund-Chef Christian Dahms benennt sogar konkrete Zahlen. Er ist der Überzeugung, dass die Buchmacher mit zusätzlichen Wetteinnahmen von mehr als 750 Millionen Euro rechnen können. Auf die gesamte Bevölkerung der Bundesrepublik verteilt würde das bedeuten, dass pro Kopf etwa 11€ für Wetten ausgegeben würden. Es ist wohl nicht weiter überraschend, wenn wir Ihnen sagen, dass in Deutschland der König Fußball für den Großteil der Wetteinnahmen verantwortlich ist. Besonders verbreitet ist dabei das Tippen auf Spielbegegnungen der Bundesliga, doch auch die Regionalligen und Pokalspiele sind hoch im Kurs. Neben den lokalen Ligen wird gerne auf internationale Spielbegegnungen getippt. Hierbei ist die Premier League besonders gefragt. Wenn es gerade ein Jahr der WM oder EM ist, ist die Wettbegeisterung verständlicherweise besonders hoch. Fußball nimmt in Deutschland zwar einen sehr hohen Stellenwert ein, nicht aber den einzigen.

Wachsende Umsätze in Deutschland

Bereits in der griechischen Antike wurde gewetteifert, wie die Wettkämpfe wohl ausgehen würden. Seit Anbeginn der Zeit macht Zuschauern das sportliche Event noch mehr Spaß, wenn dabei ein Geld- oder Materialwert gewonnen werden kann. Das hat sich bis heute nicht geändert. Sportwetten sind so beliebt wie nie zuvor. Dies zeigen auch die Zahlen: Im vergangenen Jahr hat der Sportwettenmarkt einen neuen Umsatzrekord aufgestellt.

DFB und DFL verweisen auf die Präventionsarbeit

9.4 Milliarden Euro wurden in Deutschland durch Wettfreunde eingenommen. Die neuen Umsatzrekorde sind nicht nur eine gute Nachricht für die Sportwettenanbieter selbst, sondern auch für die deutsche Staatskasse. Schließlich muss jede einzelne Sportwette versteuert werden und dieser Satz beträgt in Deutschland ganze 5%. Die Wettsteuer stößt bei Wettfreuden vor allem dann bitter auf, wenn diese vom Nutzer selber getragen werden muss. In solchen Fällen werden die Steuern entweder direkt beim Einsatz abgezogen oder im Falle eines Gewinnes. Den zweitgrößten Umsatz bringt Tennis, gefolgt von Basketball und Eishockey. Auf Platz 5 befindet sich das Wetten auf traditionelle Golf-Events. In Deutschland sind im vergangenen Jahr neue Regelungen zum Online Glücksspiel in Kraft getreten.

Regulierungsmaßnahme Einführungsjahr Kurzfristiger Umsatzeffekt Langfristiger Umsatzeffekt (geschätzt)
Lizenzpflicht für Anbieter 2020 -15 % (Marktbereinigung) + Stabilisierung, + Kundenvertrauen
Monatliches Einzahlungslimit (optional) 2021 -5 % bei betroffenen Kunden gering, da freiwillig
Werbeverbote in bestimmten Zeiträumen 2022 -3 % während Verbotsphasen vernachlässigbar
Verpflichtende Sperrsysteme (OASIS) 2023 kaum messbar + Schutz, kaum Umsatzverlust

Mit dem nun geltenden Glücksspielstaatsvertrag (GlüStV) können Buchmacher eine deutsche Konzession erwerben, die an strikte Auflagen gebunden ist. Dadurch wird Spielern ein offizieller und geschützter Rahmen für das Platzieren von Sportwetten geboten.

Mögliche Verstöße gegen Limits und weitere Regeln

Es gibt jedoch auch einige seriöse Wettanbieter ohne Steuer. Diese summieren die 5% nicht zu den Kosten Ihrer Kunden, sondern bezahlen die Steuern aus eigener Tasche. Wenn wir einen Blick in die Vergangenheit werfen, kann ein stetig steigender Umsatz im Sportwettengeschäft beobachtet werden. So betrug der Gesamtumsatz im Jahr 2014 4,52 Milliarden Euro und hat sich innerhalb der darauffolgenden Jahre gut verdoppelt: 2019 war ein Spitzenwert von 9,28 Milliarden Euro zu verzeichnen. Einzig das Jahr 2020 fiel aus dem Raster; der Sportwettenmarkt musste Einbußen von über 1 Milliarden Euro hinnehmen. Dies könnte ein weiterer Punkt sein, der das Sportwettengeschäft begünstigt. Hochgerechnet etwa 1,3 Millionen Erwachsene in Deutschland leiden unter einer Störung durch Glücksspielen. Hochgerechnet gut 1,3 Millionen Menschen erfüllen die Diagnosekriterien einer glücksspielbezogenen Störung, weitere 3,1 Millionen Menschen weisen Anzeichen für ein problematisches Glücksspielverhalten auf. Knapp 36 % der 16- bis 70-Jährigen in Deutschland haben in den vergangenen 12 Monaten mindestens ein Glücksspiel gespielt, Männer (40,4 %) häufiger als Frauen (32,4 %).

Wettart Umsatzanteil Durchschnittlicher Einsatz Trend
Ereigniswette (Vorhersage) 45 % 12,50 € stabil
Live-Wette 38 % 18,20 € stark steigend
Systemwette / Kombi 12 % 24,80 € leicht steigend
Sonstige (z.B. Spezialw.) 5 % 9,50 € stabil

Bei knapp über 3 % der suchttherapeutischen Behandlungspisoden in der ambulanten Suchthilfe steht eine Problematik des pathologischen Spielens im Vordergrund. "Glücksspielsucht kann Existenzen in kürzester Zeit zerstören.

Sportart Umsatzanteil Wachstum vs. Vorjahr
Fußball 62 % +4 %
Tennis 18 % +2 %
Basketball 8 % +8 %
Eishockey 5 % -1 %
Sonstige 7 % +5 %

Die Mechanismen – im Wettbüro, am Automaten oder online – sind gezielt darauf ausgelegt, Spielende zu binden, Verluste zu verschleiern und immer weiterzuspielen. Neurowissenschaftlich ist gut belegt, dass Glücksspiel das Belohnungssystem stark aktiviert und eine Dynamik erzeugt, die viele Betroffene nicht mehr allein stoppen können. Besonders Online-Angebote mit schnellen Spielrunden und permanenter Verfügbarkeit erhöhen dieses Risiko erheblich. Deshalb müssen wir früher eingreifen, Risiken klar benennen und Betroffenen rechtzeitig Hilfe anbieten – bevor aus riskantem Spiel der soziale und wirtschaftliche Absturz wird." 36,4 % der 16- bis 70-Jährigen in Deutschland haben in den letzten 12 Monaten an einem Glücksspiel teilgenommen – Männer in größerem Maße als Frauen. Unter den 16- und 17-Jährigen, für die Glücksspiele gesetzlich nicht erlaubt sind, geben immerhin 11,6 % an, in den letzten 12 Monaten daran teilgenommen zu haben. Die Abbildung unten zeigt, wie viel Prozent der Befragten angaben, an Glücksspielen teilgenommen zu haben, und wie sich die Teilnahme auf die verschiedenen Zugangswege zum Glücksspiel verteilt.

„Sportwetten machen Profit mit dem Geld von Fußballfans“

Blienert erkennt eine „viel zu selbstverständliche Verbindung von Fußball und Glücksspiel“ sowie eine „massive Zunahme der Werbung für Sportwetten“, die vor allem junge Menschen anspreche. „Im Zuge der Europameisterschaft wird diese Entwicklung nun noch einmal kräftig beschleunigt. Blienert spricht sich seit Jahren für strengere Werberegeln aus. „Am besten wäre, Werbung und Sponsoring von Sportwettenanbietern zu den Hauptsendezeiten generell zu verbieten“, sagt der SPD-Politiker. „Das wäre wichtig, weil wir wissen, dass Werbung wirkt und sie insbesondere Einfluss auf junge Menschen hat.“ Nach einer von Blienert selbst in Auftrag gegebenen Umfrage aus dem Jahr 2022 sind sieben von zehn Menschen für ein Sponsoring-Verbot für Sportwetten und Alkohol im Fußball.

Ökonomen haben ausgerechnet, wer Weltmeister wird

„Damit sollte auch Politik nun endlich Lebensrealitäten anerkennen.“ Sportwetten würde die Freude am Fußball zerstören. „Letztlich machen die Sportwettanbieter ihren Profit ja vor allem mit dem Geld der Fußballfans.“ So auch während der EM, wie der Präsident des Deutschen Sportwettenverbands, Mathias Dahms, betont. „Die Fußball-Europameisterschaft ist für die Sportwettenbranche das wichtigste Ereignis des Jahres“. Die Corona-Krise ist für die in Deutschland aktiven Sportwettenanbieter vorbei. Wie der Deutsche Sportwettenverband (DSWV) am Donnerstag mitteilte, lag der Umsatz auf dem deutschen Markt 2021 bei 9,4 Milliarden Euro und damit 21 Prozent über dem Niveau von 2020 und leicht über dem bisherigen Rekord von 9,3 Milliarden Euro im Jahr 2019. ℹ Hinweise zu den Abbildungen Am oberen Rand der Abbildung können Sie sich mittels der Buttons durch verschiedene Ansichten (z.B.

  • Umsatzstärkste Sportart für Wetten in Deutschland ist Fußball mit über 60% Anteil
  • Tennis und Basketball folgen auf den Plätzen zwei und drei der umsatzstärksten Sportarten
  • E-Sport-Wetten verzeichnen ein stetiges Umsatzwachstum, bleiben aber ein Nischensegment
  • Große Sportereignisse wie die Fußball-EM oder -WM sorgen für deutliche Umsatzspitzen

Durch Klicken auf die Beschreibungen in den Grafik-Legenden (z.B. „Männer“) können Sie zudem einzelne Linien ein- oder ausblenden. Der Glücksspielsurvey soll dazu beitragen, bessere epidemiologische Erkenntnisse über Glücksspielteilnahme und probleme der bundesdeutschen Bevölkerung zu erhalten. Auf der Grundlage solcher Daten können Maßnahmen des Spieler- und Jugendschutzes evaluiert und gegebenenfalls verbessert werden. Die Erhebung erfolgt seit 2007 alle zwei Jahre mithilfe einer kombinierten Telefon- und Onlinebefragung.

Wettanbieter die wichtigsten Sponsoren für Fußballklubs

"Der Markt hat sich stabilisiert und ist wieder auf einem Niveau wie vor Corona. Das Interesse in Deutschland an Sportwetten ist nach wie vor groß", sagte DSWV-Präsident Mathias Dahms auf einer Pressekonferenz. Im Jahr 2020 waren wichtige Ereignisse wie die Fußball-EM aufgrund der Coronavirus-Pandemie verschoben worden. Als Reaktion haben die Anbieter die Ausgaben für Werbung und Sponsoring im Jahr 2021 noch einmal deutlich erhöht. Für das laufende Jahr erwarten die Wett-Anbieter durch die WM in Katar (21.

Verluste von Glücksspieler*innen

November bis 18. Dezember) einen Sondereffekt. "Während des Turniers rechnen wir mit zusätzlichen Wetteinsätzen von 750 Millionen bis eine Milliarde Euro", sagte Dahms. Umgerechnet würde dies bedeuten, dass jeder deutsche Erwachsene während des Turniers zwischen 11 und 14,50 Euro einsetzt. Sportwetten gibt es schon fast so lange, wie es die ersten Sportarten selber gibt.