ANZEIGE 18+ | Hinweis: Dieser Artikel ist für ein erwachsenes Publikum bestimmt und behandelt Themen (beinhaltet ggf. Links), die sich an Personen ab 18 Jahren richten. Die Zahlen für 2025 zeichnen ein Bild eines Glücksspielmarkts, der wächst, aber auch im Wandel ist und in manchen Bereichen schneller dreht, als Behörden und Anbieter folgen können. Es zeigen sich einerseits Trends und andererseits Brüche. Deutschland ist an einem Punkt, an dem Daten mehr sagen als Debatten."/>
Im Jahr 2019 lag der Gesamtumsatz der legalen Glücksspielangebote laut Beitrag von Meyer (2021) bei 44,23 Mrd. €.1 Davon entfiel mit 25,76 Mrd. € der Großteil auf Geldspielgeräte in Spielhallen und der Gastronomie. Danach folgten Spielbanken mit 9,56 Mrd. € und der Deutsche Lotto- und Totoblock (Lotto „6 aus 49“, Eurojackpot, Spiel77, Keno etc.) mit 7,28 Mrd. €. Online-Casinoangebote (Automaten, Roulette, Poker etc.) waren im Jahr 2019 in Deutschland (außer in Schleswig-Holstein) illegal. Sportwetten (außer Oddset von Lotto) wiederum waren zu dieser Zeit lediglich geduldet, nicht aber erlaubt. Daher flossen diese Umsätze nicht die obige Aufstellung legaler Angebote ein. Die Umsätze von Glücksspielanbietern entstehen direkt aus den Verlusten der Glücksspieler*innen.
Die DSHS umfasst Informationen auf zwei Ebenen: Zum einen auf der Einrichtungsebene, wo primär strukturelle Merkmale und umgesetzte Angebote der Suchthilfeeinrichtungen erfasst werden. Zum anderen auf Ebene der durchgeführten Betreuungen / Behandlungen mit Informationen zur dort betreuten / behandelten Klientel (soziodemographische und suchtbezogene Aspekte, betreuungs- / behandlungsspezifische Merkmale). Bei den hier dargestellten Daten handelt es sich jeweils um Zugänge an Betreuungen in der ambulanten Suchthilfe bzw. beendete Behandlungen in der stationäre Suchthilfe, für die eine Hauptdiagnose vorlag. Die Daten der einzelnen Jahre sowie eine detaillierte Erläuterung ihrer Erhebung sind unter verfügbar.
Der Anteil der Betreuungen in ambulanten Suchthilfeeinrichtungen, die auf eine Problematik durch pathologisches Spielen zurückgehen, lag im Jahr 2024 bei 3,4 %, in stationären Einrichtungen bei 1,5 %. Männer sind etwa neun Mal häufiger betroffen als Frauen. So lag der Anteil der Männer in stationären Rehabilitationseinrichtungen im Jahr 2024 bei 90 %. In ambulanten Einrichtungen lag der Anteil mit 89 % nur knapp darunter. Laut Glücksspielsurvey 2025 erfüllten insgesamt 5,5 % bzw. Allerdings sind Umsätze nicht gleichbedeutend mit den eigentlichen Verlusten. Bei der Berechnung des Umsatzes fließen nämlich auch die Summen mit ein, die Glücksspielende im Laufe einer Glücksspiel-Session zwischenzeitlich gewonnen und wieder eingesetzt haben. Der Verlust im engeren Sinne meint jedoch die Summe, die eine Person nach einer Glücksspiel-Session weniger besitzt als vorher.
Des Weiteren bekämpft die GGL illegales Glücksspiel und Werbung dafür. In dem jährlich erscheinenden Tätigkeitsbericht der GGL wird das grundlegende Vorgehen, sowie Maßnahmen und Erfolge der Behörde erläutert. Zentraler Bestandteil des Berichtes ist die Analyse des deutschen Glücksspielmarktes. Die hier dargestellten Daten zu den Nettospielverlusten sind dem aktuellen Tätigkeitsbericht (Tabelle 1) entnommen. Im Jahr 2023 betrug der Umsatz des legalen Glücksspielmarkts in Deutschland circa 63,5 Milliarden Euro. Diese Differenz wird auch als Bruttospieltrag bezeichnet. Die Gesamtsumme dessen, was Menschen in Deutschland im Jahr 2019 bei legalen Glücksspielangeboten verloren haben, betrug laut cas online casino schweiz beste Meyer (2021) 11,47 Mrd. €.2 Wie schon beim Umsatz entfiel auch hier der Großteil auf den Bereich der Geldspielgeräte in Spielhallen und der Gastronomie: Glücksspieler*innen haben im genannten Jahr an diesen Geräten insgesamt 5,90 Mrd. € verloren.
| Glücksspielart | Umsatzsteuer (Mehrwertsteuer) | Glücksspielsteuer (auf den Einsatz) |
|---|---|---|
| Sportwetten (Online & Stationär) | 19% | 5,3% |
| Online-Casino (Slots & Tischspiele) | 19% | 5,3% |
| Lotterien (staatlich) | 0% (befreit) | 20% (vom Nennwert der Lose) |
| Spielbanken (stationäre Casinos) | 19% | Umsatzabhängige Abgabe (ca. 20-80%) |
Das waren rund 51 % aller Verluste im legalen Bereich.
2,2 % der erwachsenen Personen in Deutschland die Kriterien für ein riskantes Spielverhalten bzw. einer Störung durch Glücksspielen. Dies entspricht hochgerechnet etwa 4,4 Mio. Menschen (die Diagnosekriterien finden sich zum Beispiel im aktuellen Glücksspielatlas, S. 67).
Die Abbildung unten zeigt diese Werte getrennt für Männer und Frauen im Jahr 2025 als die Zahlen zuletzt erhoben wurden. „Männer“) können Sie einzelne Balken aus- und wieder einblenden. Mit dem Glücksspielsurvey soll ein Beitrag geleistet werden, die epidemiologischen Erkenntnisse über die Glücksspielteilnahme und -probleme der bundesdeutschen Bevölkerung weiter zu verbessern. Die hier dargestellten Daten sind dem aktuellen Bericht des Glücksspielsurveys (Tabelle 7) entnommen. 6,9 % der 18- bis 70-jährigen Männer und 4,1 % der Frauen erfüllen die Kriterien eines riskanten Spielverhaltens. Mit deutlichem Abstand folgten der Deutsche Lotto- und Totoblock mit einem Bruttospielertrag von 3,69 Mrd. €. Danach kamen sonstige Lotterien (Klassenlotterien etc.) mit 0,98 Mrd. € sowie Spielbanken mit 0,86 Mrd. €.
Dies bedeutet einen Zuwachs um gut 19,5 % im Vergleich zum Vorjahr. Der größte Zuwachs zeichnet sich bei virtuellen Automatenspiel/ Online-Poker ab, cas bestes neues online casino deren Legalisierung im Juli 2021 erfolgte. Seit dem Jahr 2000 hat sich der Umsatz mehr als verdoppelt (+ 136 %): Von knapp 27 Milliarden Euro im Jahr 2000 auf nunmehr 63,5 Milliarden im Jahr 2023. Im Jahr 2023 verloren Glücksspielende auf dem legalen Glücksspielmarkt 14,4 Milliarden Euro. 34 % entfallen hierbei auf Glücksspielautomaten in Gastronomie und Spielhallen und 31 % auf Lotterien des Deutschen Lotto- und Totoblocks. Pferdewetten machten mit 45 Mio. € nur einen sehr kleinen Anteil aus.
Hochgerechnet sind dies knapp 3,1 Millionen Personen. 3,2 % der Männer und 1,0 % der Frauen erfüllen die Diagnosekriterien einer „Störung durch Glücksspielen“. Somit sind etwa 3/4 der hiervon betroffenen Personen Männer. Der Bevölkerungsanteil mit einer leichten Störung liegt bei 0,9 %, der mit einer mittelgradigen Störung bei 0,6 % und der mit einer schweren Störung bei 0,6 % (siehe Glücksspielsurvey, Tabelle 7). Der Schweregrad der Störung kann auch Auswirkungen auf den durchschnittlichen monatlichen Einsatz für Glücksspiele haben.
Laut Angaben des Glücksspielatlas 2023 leiden fast alle Personen mit einer Störung durch Glücksspielen früher oder später in ihrem Leben auch an einer anderen psychischen Störung. Am häufigsten werden depressive Erkrankungen, Angsterkrankungen oder substanzbezogene Störungen (insbesondere Nikotinabhängigkeit) berichtet. Darüber hinaus ist eine Glücksspielsucht oftmals mit erheblichen negativen Auswirkungen auf das soziale Umfeld des Betroffenen verbunden. Auf den Familienkreis, Freunde oder das weitere soziale Umfeld kann dies körperliche wie psychische Folgen aber auch finanzielle cas online casino fur osterreich Auswirkungen sowie Folgen auf der Beziehungsebene haben. Die Umsätze auf dem Glücksspielmarkt kannten zwischen dem Jahr 2000 und 2018 nur einen Trend: aufwärts (+ 70,0 %). Ein nicht zu vernachlässigender Aspekt in diesem Zusammenhang besteht darin, dass laut BZgA-Studie (2020) lediglich 2,7 % der Bevölkerung (im Alter von 16-70 Jahren) in den 12 Monaten vor dieser Befragung mindestens einmal an einem solchen Gerät gespielt haben. Das heißt, eine sehr kleine Minderheit der Bevölkerung erlitt gut die Hälfte aller Verluste und das nur in diesem einen Segment des legalen Glücksspielmarktes.
Sportwetten haben mit einem Nettoverlust von 2 Milliarden Euro ebenfalls noch einen Anteil von über 14 %. Die in diesem Beitrag vorgestellten Zahlen beziehen sich überwiegend auf das Jahr 2019. Es liegen zwar bereits Zahlen für das Jahr 2020 vor. Diese sind jedoch aufgrund der Corona-Pandemie und der damit verbundenen zeitweiligen Schließung von Glücksspielstätten nur bedingt aussagekräftig. Der deutsche Glücksspielmarkt ist viele Milliarden schwer. Dies legt nahe, dass ein großer Teil der Personen, die Geldspielgeräte nutzen, eine Glücksspielproblematik aufweist. Entsprechend zeigt eine Analyse von Fiedler (2016), dass zwischen 49 % und 74 % aller Glücksspielsüchtigen auf das sog. gewerbliche Automatenspiel entfallen.3 Auch werden dieser Untersuchung zufolge knapp 80 % des Bruttospielertrags an Geldspielgeräten durch Glücksspielsüchtige generiert. Der Umfang des Bruttospielertrags auf dem illegalen/nicht-regulierten Markt im Jahr 2019 lag bei 2,21 Mrd.
Einer gewissen Stagnation über wenige Jahre folgte coronabedingt im Jahr 2020 ein kleiner Einbruch (- 10,0 % im Vergleich zu 2019), wobei schon 2021 das Niveau von 2019 wieder übertroffen wurde. Seither sind die Umsätze nochmal deutlich angestiegen. Die Spielverluste der Glücksspielenden auf dem legalen Glücksspielmarkt betrugen laut der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL) im Jahr 2024 insgesamt 14,4 Milliarden Euro. Die Abbildung unten zeigt die Entwicklung des Umsatzes des legalen Glücksspielmarktes in Deutschland zwischen 2000 und 2023 sowie die Nettospielverluste der Glücksspielenden im Jahr 2024. Die hier verwendeten Zahlen zum Umsatz sind dem jährlich erscheinenden "Jahrbuch Sucht" der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen e.V.
Das aktuelle Kapitel zum Thema Glücksspiel kann hier abgerufen werden. Als Datenquellen zur Berechnung des Gesamtumsatzes aus legalem Glücksspiel dienen Daten der Archiv- und Informationsstelle der deutschen Lotto- und Toto-Unternehmen, des Instituts für Wirtschaftsforschung sowie der Gemeinsamen Geschäftsstelle Glücksspiel. Die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder (GGL) ist eine staatliche Aufsichtsbehörde, die den Online-Glücksspielmarkt in Deutschland reguliert. Sie wurde im Zuge des Glücksspielstaatsvertrages 2021 gegründet. Dabei werden länderübergreifend Glücksspielangebote im Internet geprüft, Genehmigungen erteilt und dafür gesorgt, dass die erlaubten Glücksspielangebote den Spieler- sowie Jugendschutz bewahren. €.4 Der Großteil davon entfiel mit 1,29 Mrd.
| Bundesland / Behörde | Zuständigkeit für | Besonderheit / Sitz wichtiger Anbieter |
|---|---|---|
| Sachsen-Anhalt (GGL) | Zentrale Aufsicht für Online-Glücksspiel | Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder |
| Hessen (Spielbank Wiesbaden) | Älteste Spielbank Deutschlands | Sitz der DEUTSCHE KLASSENLOTTERIE |
| Baden-Württemberg | Lotto Baden-Württemberg (Landeslotterie) | Hoher Anteil an Sportwetten-Läden |
| Nordrhein-Westfalen | Westdeutsche Lotterie (WestLotto) | Größte Landeslotterie nach Umsatz |
€ auf Sportwetten, die seinerzeit – abgesehen von Oddset – nur geduldet waren (siehe oben). Bei Online-Casinoangeboten verloren die Menschen rund 0,51 Mrd. € und bei sog. Der Anteil von Online-Poker war mit 56 Mio. € gering.
Der Staat nimmt erhebliche Summen durch Steuern und Abgaben auf Glücksspiele ein. Im Jahr 2019 belief sich diese Zahl auf 5,41 Mrd.
€. Für Viele überraschend ist, dass die staatlichen Einnahmen aus alkoholbezogenen Steuern deutlich darunter liegen, obwohl Deutschland ein Alkoholhochkonsumland ist. In 2019 Jahr betrugen diese Steuern 3,14 Mrd.
| Segment | 2022 | 2023 | 2024 (Schätzung) |
|---|---|---|---|
| Sportwetten | 8,2 | 8,9 | 9,5 |
| Online-Casino (Slots & Tischspiele) | 4,1 | 4,7 | 5,3 |
| Klassische Lotterien (inkl. Online) | 10,5 | 10,8 | 11,0 |
| Spielbanken (stationär) | 1,8 | 2,0 | 2,1 |
€. Die Kehrseite der Einnahmen durch Steuern und Abgaben auf Glücksspiele ist, dass sie erheblichen, durch Glücksspielangebote entstehenden volkswirtschaftlichen Kosten gegenüberstehen.