a. „888.com“; 427 Mio.
USD).34 Die Umsätze der Unternehmen haben sich drastisch gesteigert. Die in Deutschland verstärkt mit der Marke „bwin“ tätige GVC Holdings vermeldete zwischen den Jahren 2017 und 2018 einen Anstieg des EBIDTA, d.
Die gesellschaftliche Toleranz gegenüber dem Online-Glücksspiel ist so weit fortgeschritten, dass sogar der Deutsche Fußball-Bund (DFB) langfristige Partnerverträge mit einem bekannten Wettanbieter geschlossen hat, der dem nicht regulierten Markt zuzuordnen ist.22 Das Online-Glücksspiel gilt seit Jahren als der am stärksten wachsende Bereich des Glücks- und Gewinnspielmarktes.23 Der regulierte, legale Glücksspielmarkt in Deutschland setzte 2016 ca. 35 Mrd. EUR um und erwirtschaftete Bruttospielerträge, d. h. Spieleinsätze abzüglich der ausgezahlten Gewinne, von ca.
Dabei wurden 5 Mrd. EUR Steuereinnahmen generiert. Die Anbieter des nicht regulierten Marktes erwirtschafteten 2016 Bruttospielerträge von ca. 2 Mrd. EUR.24 2018 lag der Bruttospielertrag im gesamten Glücksspielmarkt in Deutschland bei 13,9 Mrd.
EUR. 2,6 Mrd. EUR auf den nicht regulierten Markt. Vom nicht regulierten Markt hatten den größten Anteil Sport- und Pferdewetten (1,1 Mrd. EUR), gefolgt von Online-Casinos (ca. h.
des Unternehmensgewinns vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (operativer Gewinn), um 203 %.35 Dabei erklärte der Konzern, dass die Geschäftszahlen vor allem aus den zusätzlichen Einnahmen des Online-Glücksspiel-Geschäfts resultieren.
Zudem hätten im Bereich der Sportwetten die Wetteinsätze aufgrund der Fußballweltmeisterschaft in Russland um 18 % zugenommen.36 Mit Glücksspielen sind Gefahren und Risiken verbunden.
| Kostenart | Höhe (ca.) | Zahlungszeitpunkt / Fälligkeit | Bemerkung |
|---|---|---|---|
| Antragsgebühr (Sportwetten) | 5.000 - 10.000 € | Bei Antragstellung | Wird nicht auf Lizenzgebühr angerechnet |
| Lizenzgebühr (Online-Casino p.a.) | 2,5 - 5% des Nettospielertrags | Vierteljährlich im Nachhinein | Mindestgebühr ca. 50.000 € p.a. möglich |
| Prüfkosten für technische Richtlinien | 30.000 - 100.000 € | Vor Lizenzertteilung an Prüfstelle | Abhängig von Umfang und Prüfstelle |
| Jährliche Aufsichtsgebühr (GGL) | Bis zu 0,5% des Umsatzes | Jährlich | Gedeckelt bei ca. 1 Mio. € pro Jahr |
Auch wenn Glücksspiel für den überwiegenden Anteil der Bevölkerung eine akzeptierte Form der Freizeitgestaltung darstellt, leidet ein statistisch gesehen beachtenswerter Prozentsatz der Spieler unter einem problematischen oder sogar pathologischen Glücksspielverhalten.37 Das Suchtpotenzial von Glücksspielen wird je nach Spieleigenschaft unterschiedlich bewertet.
| Kontrollbereich | Instrument / Maßnahme | Häufigkeit / Art |
|---|---|---|
| Einhaltung Spielerschutz | Prüfung der Kontolimits und Sperrsysteme | Stichproben, regelmäßige Meldeprüfung |
| Technische Compliance | Prüfungen durch zugelassene Prüfstellen (z.B. TÜV) | Jährliche Audits, anlassbezogene Prüfungen |
| Finanztransaktionen | Monitoring von Ein- und Auszahlungen, Steuerabführung | Dauerhaft, automatisiertes System |
| Werbung & Marketing | Beobachtung von Werbekanälen, Beschwerdemanagement | Reaktiv und proaktiv |
• Situative Merkmale: solche Merkmale, die den Zugang zu Glücksspielen bzw. die Umgebung, in der das Glücksspiel stattfindet, beschreiben; • strukturelle Merkmale: Dabei geht es um die Gestaltung des Glücksspiels, wie Ereignisfrequenz, Auszahlungsintervalle, Licht-, Ton- und Farbeffekte.
Hierbei erhöhen eine kurze Ereignisfrequenz, d.
USD), Kindred Group (Malta; 841 Mio. USD), Playtech (Isle of Man; 807 Mio. USD), William Hill (Gibraltar, Vereinigtes Königreich; 691 Mio. USD), Betsson AB (Malta, Schweden; 454 Mio. USD) und 888 Holdings (Gibraltar; u. h. die Zeit, die zwischen Spieleinsatz und Auszahlung erfolgt, sowie die Einsatzgelegenheit das Gefährdungspotenzial.38 Die Ereignisfrequenz führt dazu, dass beispielsweise Online-Roulette aufgrund der Möglichkeit, in einem Spiel mehrere Einsätze zu tätigen, als suchtgefährdender gilt als etwa Online-Lose. Vor allem aber gelten Online-Glücksspiele wegen ihrer situativen Merkmale als problematisch, da sie eine hohe Verfügbarkeit aufweisen. Zu Hause wartet in der Regel der Computer oder das Tablet.
| Verfahrensschritt | Gesetzliche / übliche Frist | Handelnde Instanz |
|---|---|---|
| Einreichung vollständiger Antragsunterlagen | - | Anbieter (Bewerber) |
| Prüfung auf Vollständigkeit | 1 Monat | GGL |
| Inhaltliche Prüfung & Due Diligence | 3 bis 6 Monate | GGL & externe Prüfer |
| Erteilung oder Ablehnungsbescheid | Gesamtverfahren max. 6-8 Monate | GGL / zuständige Behörde |
| Widerspruchsverfahren bei Ablehnung | 1 Monat nach Bescheid | Anbieter / Verwaltungsgericht |
Die meisten Menschen haben somit die Möglichkeit, zu jeder Zeit von zu Hause oder unterwegs auf Online-Glücksspiele zuzugreifen.
Dies ist beim Online-Glücksspiel nicht der Fall. Investitions- und Unterhaltungskosten sind wesentlich niedriger, der physische Raum wird obsolet. Das erleichtert den Markteintritt, was die Anzahl der Anbieter erhöht. Die Wachstumsrate von Online-Glücksspielen wird zudem durch die zunehmende Liberalisierung des Marktzugangs, beispielsweise in Ländern wie der Schweiz, Großbritannien oder Malta, verstärkt.17 Bei der Online-Glücksspielregulierung auf europäischer Ebene gibt es derzeit zwei grundlegende Modelle; Einerseits, wie in Deutschland, ein streng kontrolliertes Monopol eines Staates oder eines Veranstalters. B.
in Großbritannien, können zugelassene private Anbieter ihre Dienste innerhalb eines regulierten Rahmens anbieten. Vor der systematischen Erschließung des Internets für das Glücksspiel gab es nur beschränkte Möglichkeiten zum grenzüberschreitenden Anbieten von Online-Glücksspieldiensten, sodass diese beiden Modelle innerhalb des Binnenmarkts nebeneinander existieren.18 Die Rechtslage in Deutschland bezüglich des Online-Glücksspiels ist undurchsichtig. Zwar gilt ein grundsätzliches Verbot von Glücksspielen im Internet (sog. Dieses Verbot wird aber durch mögliche Sportwetten- und Lotterie-Konzessionen sowie vereinzelte landesrechtliche Konzessionen konterkariert. Auf der einen Seite entstehen dadurch regulierte legale „weiße Märkte“, scheinbar legale „graue Märkte“ und illegale „Schwarzmärkte“.19 Auf der anderen Seite führt dies, u.
a. bestärkt durch aufwendige TV-Werbung zur besten Sendezeit oder mit prominenten Größen des Sports20, zur Verwirrung beim Konsumenten hinsichtlich der Legalität des jeweiligen Glücksspiels. Neben dem regulierten Glücksspielmarkt gibt es auch Angebote im sog. Darunter werden Anbieter verstanden, die möglicherweise eine Lizenz in einem anderen Land der Europäischen Union haben, jedoch über keine Glücksspielerlaubnis aus Deutschland verfügen.21 Diese sind in Deutschland insofern illegal. Die Präsenz von nicht regulierten Anbietern in Deutschland ist inzwischen derart gewachsen, dass sie deutschen Spielern den Eindruck der Legalität vermittelt. Es kann anonym und bargeldlos gespielt werden.
1 Mrd. EUR), Online-Zweitlotterien (360 Mio. EUR) und Online-Poker (95 Mio. EUR).25 Die Online-Zweitlotterie „Lotto24 AG“ hatte im Jahr 2018 596.000 Neukundenanmeldungen (2.169.000 Kunden insgesamt).26 Die Verteilung der Glücksspielteilnahmen der deutschen Bevölkerung nach Vertriebswegen lag im Jahr 2017 bei 35 % der Befragten im Bereich des Online-Glücksspiels (32 % offline, 16 % beides, 33 % keine Teilnahme).27 Dieser Trend scheint unaufhaltsam. Laut einer Stellungnahme der Fraktionen von CDU, B‘90/Die Grünen, FDP und Abgeordneter des SSW vom 13.03.2019 zum Entwurf eines Gesetzes zur Übergangsregelung für Online-Casinospiele soll der unregulierte cas neue casino osterreich Markt, gemessen am Bruttospielertrag, seit den letzten 4 Jahren bundesweit um über 80 % gewachsen sein.28 Quellen, welche dies belegen, sind jedoch nicht bekannt.29 Während die Marktanteile des unregulierten (illegalen) Online-Glücksspiels steigen, ist gleichzeitig die Zahl polizeilich erfasster Fälle von illegalem Glücksspiel in Deutschland von 2.282 Fällen im Jahr 2000 auf 838 Fälle im Jahr 2018 erheblich gesunken.30 Dies lässt sich möglicherweise damit erklären, dass keiner der Beteiligten ein Interesse daran hat, juristische Schritte einzuleiten, auch wenn die jeweilige Beteiligung möglicherweise illegal bzw.
strafrechtlich relevant ist. Frei nach dem Motto „wo kein Kläger – da kein Richter“. Auch die Zustimmung der Bevölkerung gegenüber einer strengen Online-Glücksspielregulierung scheint zu sinken. Laut einer Umfrage der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) befürworteten 2017 nur noch 53,4 % der Befragten ein Glücksspielverbot im Internet. 2011 lag dieser Wert noch bei 62,3 %.31 Das könnte entweder für einen intrinsischen Wandel der Wertestruktur in der Gesellschaft hin zu einer Liberalisierung des Glücksspielrechts oder aber für einen Erfolg der hohen Frequenz an Werbekampagnen im Fernsehen sprechen.
Es lässt sich in jedem Fall festhalten, dass es eine stetig steigende Zahl an Angebot und Nachfrage im Bereich des deutschen Online-Glücksspiels gibt. Im Jahre 2017 sollen 3.613 Glücksspielwebseiten von 1.128 Unternehmen aus 128 Gerichtsbezirken abrufbar gewesen sein.32 2020 sollen es bereits 4.315 Webseiten sein. 1.056 von diesen Online-Glücksspiel-Seiten sollen dabei in deutscher Sprache sein.33 Die umsatzstärksten Anbieter waren im Jahre 2017 die The Stars Group (Ilse of Man, Malta, Kanada; in Deutschland bekannte Marken: „PokerStars“, „Full Tilt Poker“; 1,31 Mrd. USD), GVC Holdings (Isle of Man; in Deutschland bekannte Marken „bwin“, „partypoker“; 1 Mrd. USD), Paddy Power Betfair (Malta, Irland; 1 Mrd. Durch die permanente Verfügbarkeit sowie eine schwierigere Kostenkontrolle geht die Übersicht über die getätigten Spiele und Einzahlungen schnell verloren.39 Viele Spieler machen ihre ersten Glücksspielerfahrungen zudem bereits im Jugendalter.
Die Bruttospielerträge im weltweiten Online-Glücksspielmarkt liegen 2020 bei schätzungsweise 54 Mrd. EUR. Bis 2023 wird ein Wachstum auf ca. 64,5 Mrd. EUR erwartet.12 Eine hohe Innovationsrate, eine stetige Verfügbarkeit, Anonymität und die Möglichkeit, die Spiele von zu Hause aus oder nebenbei unterwegs zu spielen, machen das Online-Glücksspielangebot für Konsumenten besonders attraktiv.13 Online-Glücksspiele werden regelmäßig von Anbietern aus dem (europäischen) Ausland angeboten.
Diese haben ihren Sitz überwiegend in Steueroasen wie Malta, Gibraltar oder der Isle of Man. Das grenzüberschreitende Angebot stellt die nationalen Glücksspielbehörden vor besondere Herausforderungen. Es gibt keine europaweit einheitliche Online-Glücksspielregulierung. Die jeweiligen nationalen Regelungen weichen teilweise stark voneinander ab. Dies erschwert eine Kooperation zwischen den jeweiligen nationalen Aufsichtsbehörden.14 Die Möglichkeit von zu Hause aus oder mobil über das Smartphone oder Tablet zu spielen, lässt eine Integration des Online-Glücksspiels in den Alltag zu.
„Mobile-Gaming“ an den Umsätzen im Online-Glücksspielmarkt. Für 2023 wird dieser Anteil auf 53 % prognostiziert.15 Die ständige Verfügbarkeit von Online-Glücksspielen über die eigenen Endgeräte und deren Allgegenwärtigkeit führt zu einem veränderten Umgang mit dem Spielen um Geld. Unter anderem ist die Hemmschwelle zum Online-Glücksspiel durch den vereinfachten Zugang im Internet gesunken. Dies lässt berechtigte Fragen betreffend der Rechtslage und der Präventionsmaßnahmen zu.16 Das rasante Wachstum und die Beliebtheit von Online-Glücksspielen resultiert aus den vielen Vorteilen, die das Spielen im Netz gegenüber dem terrestrischen Spiel, dem Spiel im Casino oder der Spielothek vor Ort, bietet. Das terrestrische Spiel ist auf eine Infrastruktur, einen physischen Raum und Personal angewiesen.